Unwucht Vorderreifen
#1
Habe mir vor einem Monat neue 165SR15 Reifen montieren lassen. Obwohl sie gewuchtet wurden, zeigt sich eine Unwucht (flatterndes Lenkrad) um die 80 km/h. Ich kann mich erinnern, dass beim 411er das immer ein Problem war, als ich das Auto vor mehr als 35 Jahren das letzte mal gefahren bin. Damals wurden die Reifen dann am Fahrzeug eingebaut gewuchted, ich glaube das hiess dynamisches Wuchten. Habe den Reifenhändler heute gefragt, ob er mir das machen kann und er sagte, diese Geräte sind heute nicht mehr gebräuchlich, hat er nicht. Hat jemand damit Erfahrung?
Peter
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#2
Tja, früher war alles besser.

Ich sag es mal auf gut deutsch.
.....kennt und macht heut keine Sau mehr...
Ihr könnt mich mal am Tuffel tuuten !!
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#3
Vor 25 Jahren ließ ich das beim 1302 auch machen. Die Vorderachse ist ja ähnlich.
Ob das Gerät noch existiert, müßte ich mal in Erfahrung bringen.
Viele Grüße,

Marc
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#4
Hallo Peter,
versuch mal seitenweise die Position des Rades zu verändern. Die Radmuttern zentrieren das Rad oftmals nicht so genau.
Bei mir hat mit neuen Reifen geholfen.
Gruß Klaus
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#5
Vielen Dank Klaus, habe die Vorderräder heute mal um eine Viertel Umdrehung versetzt. Es ist besser geworden, aber immer noch nicht weg. Es gibt ja noch mehrere Möglichkeiten, was die Verdreuhung angeht, um dieses Problem systematisch zu erforschen.
Gruß
Peter
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#6
Ein Bekannter (mit 412) hatte ebenfalls mit dem Flattern zu kämpfen.
Hier habe ich mit einem Pärchen gerade erstandener - zwar gebrauchter, aber frisch gewuchteter - Räder leihweise ausgeholfen. Mit diesen beiden war das Problem weg, Fazit war dann daß seine Felgen Höhenschlag hatten.
Sind es denn original alte Felgen? Oder ein Nachbau?
Bei meinem 411 waren die Uber Felgen drauf, haben auch geflattert. Nachwuchten hat nix gebracht. Jetzt sind gute alte hergerichtete Felgen wieder drauf, ganz anderes Fahrverhalten. Ist halt ein Problem, wenn das große Loch nicht 100% zentrisch ist zum Lochkreis.
Bei den sog. Sternfelgen (vom Gelb-schwarzen 1303) ist das Loch deutlich kleiner, da spielt jedes 1/10 Toleranz eine große Rolle.
Viele Grüße,

Marc
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#7
Hallo,
nachdem die Räder jetzt besser montiert sind, evtl. noch den Lenkungsdämpfer prüfen oder erneuern.
Im Moment ist einer in Ebay - Kleinanzeigen für € 70,-- im Angebot. ( die sind selten verfügbar)
Gruß Klaus
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#8
Hi,

bei meinem ersten 412er hatte ich das Problem auch, habe dann einfach die 80 km/h gemieden, entweder schneller oder langsamer.
Wink 

Ich glaube beim 411er wird das Rad nur über die Bolzen zentriert, beim 412er zusätzlich über den Nabendurchmesser (weiß nicht genau, wie man das nennt).

Grüße
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#9
Hallo,

beim VW 411 sind teilweise noch die alten Bremsscheiben in Verwendung (gerader Achsschenkel); die habe keinen Zentrierkranz. Bei den späteren Modellen (VW 412) mit geänderten Achsschenkel (gekröpft) kamen dann auch andere Bremsscheiben zum Einsatz. 

Wichtig ist aber grundlegend, dass die Auflagen für die Felgen - rund um die Schraubenlöcher und auch um die Nabenkappen sauber sind, also kein Rost oder Farbe/Schmutz. Immer alles mit der Drahtbürste sauber machen und mit Kupferpaste oder ähnl. einfetten.

Auch sollten die richtigen Radbolzen verwendet werden. Es gibt welche mit Kugel- und mit Kegelbund. Die Kugelbund-Bolzen sind in der Regel passend zu den Stahlfelgen. Und nach der Montage mit 130Nm (Stahlfelgen) per Drehmomentschlüssel immer über Kreuz festziehen.

http://www.vw-411.de/Die-Technik/Bremsen...eifen-B-9/
Viele Grüße aus Ostwestfalen

Wilhelm Moswinkel
vw-411.de
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#10
Zitat:beim VW 411 sind teilweise noch die alten Bremsscheiben in Verwendung (gerader Achsschenkel); die habe keinen Zentrierkranz. Bei den späteren Modellen (VW 412) mit geänderten Achsschenkel (gekröpft) kamen dann auch andere Bremsscheiben zum Einsatz. 

Wichtig ist aber grundlegend, dass die Auflagen für die Felgen - rund um die Schraubenlöcher und auch um die Nabenkappen sauber sind, also kein Rost oder Farbe/Schmutz. Immer alles mit der Drahtbürste sauber machen und

Den Zentrierkranz halte ich eher für eine Montagehilfe. Da wird eher durch die Radschrauben die Position hergestellt.

Daß die Auflagefläche frei von Unebenheiten sein muß, ist obligatorisch, gilt auch für die Innenseite an der Felge. Für Scheibe und Trommel kann man mit einem flachen Spachtel alles flächig ebnen.

Und hier noch meine brandaktuelle Erfahrung, hatte bis gestern 165er Hankook Reifen auf dem 411. da war ein sehr feines Vibrieren bei 75 zu vernehmen. Die Räder sind an die gleichen Positionen auf den 1302 gewandert. Dort spürt man nix, die Vorderachse ist zwar auch empfindlich, aber wohl ein bisserl toleranter, als beim 411. Logisch, denn der 411 hat die ältere Entwicklung.
Jetzt sind beim 411 auch wieder 165er drauf, aber auf anderen Felgen und von Vredenstein. Die Reifen waren unbenutzt und alles gewuchtet. Fazit, erstmal ein deutliches Flattern.
Als erstes einen kleinen Wagenheber eingepackt und alle 2 km an der Landstraße das Rad gedreht.
Wurde zwar tw. besser aber heute morgen habe ich systematisch den Rundlauf der Reifenfläche angesehen. Natürlich im montierten Zustand. Danach gab es nochmal großes Durchtauschen, und auf Anhieb war das Fahrverhalten ein Traum. Nun, ein ganz leichtes Vibrieren bleibt, liegt halt daran, daß der Reifen (nicht die Felge) noch 1 mm Höhenschlag hat.

Wovon man sich also nicht täuschen lassen darf, ist, daß neue Reifen 100%ig rund laufen, die 100% zentriert montiert sind, und final, daß das Loch der Felge, wo beim Wuchten der Zentrierdorn angesetzt wird auch 100%ig zentriert ist. Auf blöd kommt alles zusammen. Und diese schönen klassischen Profile sind m.E. problematischer, als moderne Reifen.
Da kann man tatsächlich durch Wuchten am Auto viel kompensieren, allerdings sollte man bei der Montage der Vorderräder beginnen, und wenn das erste Rad es nicht zufriedenstellt, das nächste nehmen. Solange drehen, bis der Höhenschlag minimal ist.

Gute Fahrt,
Marc
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